Ziel ist eine robuste, ausfallsichere Kommunikation, bei der Datenpakete über mehrere Knoten weitergeleitet werden. MeshCore Repeater übernehmen dabei eine Schlüsselrolle, da sie Reichweite, Netzabdeckung und Redundanz maßgeblich erhöhen.
Im Unterschied zu mobilen Endknoten, die oft nur sporadisch senden, sind Repeater für den kontinuierlichen Funkbetrieb ausgelegt. Dennoch werden auch MeshCore Repeater sehr häufig stark energieoptimiert betrieben. Insbesondere Solar-Repeater kombinieren stromsparende Funkhardware (z.B. nRF Micro-Controller) und intelligente Duty-Cycle-Strategien, um einen dauerhaften Betrieb mit begrenzter Energieversorgung zu ermöglichen. Eine sorgfältige Standortwahl ist deshalb nicht nur aus funktechnischer, sondern auch aus energetischer Sicht entscheidend.
Für die Funkqualität gilt: Höhe und freie Umgebung sind wichtiger als geringe Distanz zu anderen Knoten. Ein erhöhter Standort reduziert Abschattung durch Gelände, Vegetation oder Bebauung und verbessert die Reichweite deutlich. Ideale Positionen sind Dächer, Masten, Türme, exponierte Fensterlagen oder natürliche Anhöhen. Eine möglichst freie Sichtverbindung zu mehreren Netzteilnehmern erhöht die Wahrscheinlichkeit stabiler Routen und reduziert den Energiebedarf pro übertragenem Paket.
Gleichzeitig müssen lokale Störeinflüsse berücksichtigt werden. Massive Materialien wie Stahlbeton oder Metall schwächen das Signal erheblich und sollten vermieden werden. Für Solar-Repeater kommt hinzu, dass der Standort ausreichend Sonneneinstrahlung bieten muss, insbesondere in den Wintermonaten. Verschattung durch Gebäude, Bäume oder Antennenmasten kann die Energieversorgung kritisch beeinträchtigen und damit die Netzstabilität gefährden.
Auch die Antennentechnik ist standortabhängig. Antennentyp, Polarisation und Montagehöhe haben oft größeren Einfluss auf die Netzqualität als eine höhere Sendeleistung, die wiederum den Energieverbrauch erhöht. Eine gut abgestimmte Antenne ermöglicht daher sowohl bessere Reichweite als auch einen effizienteren Betrieb.
Zusammenfassend lässt sich festhalten: Der richtige Standort eines MeshCore Repeaters ist ein Zusammenspiel aus Funkgeometrie, Umgebungseinflüssen und Energieverfügbarkeit. Besonders bei solarbetriebenen Repeatern entscheidet eine durchdachte Platzierung über Reichweite, Laufzeit und Zuverlässigkeit des gesamten Mesh-Netzes.
Für die richtige Auswahl eines Standortes gibt es mehrere Werkzeuge:
HeyWhatsThat
Mit HeyWhatsThat (https://www.heywhatsthat.com) lassen sich Geländeprofile vorab analysieren und hohe Hindernisse vermeiden.
Beispiel: Brocken-Tower (https://www.heywhatsthat.com/?view=AVE52FN4)
QTH Locator MAP
Mit der QTH Locator Map (https://www.hb9eyz.ch/g_locator.php) lassen sich Höhenprofile vom Gelände machen. Per Klick setzt man zwei Marker auf der Karte, schon wird gerechnet.
Topographic Map
Bei Topographic Map (https://de-de.topographic-map.com) bekommt man topografische Karten ganzer Länder bis hin zu Regionen oder Städten.
Beispiel: Hochhalde Trages bei Leipzig (https://de-de.topographic-map.com/map-95z57/Deutschland/...)
FindMesh
Mit FindMesh (https://findmesh.net) lässt sich schnell die theoretische Netzabdeckung eines Repeaters kontrollieren.