Mit der „KISS Radio Modem“-Firmware wird das MeshCore-Board nicht mehr als eigenständiger Mesh-Knoten betrieben. Stattdessen übernimmt ein angeschlossener Computer die MeshCore-Logik. Die Kommunikation zwischen Rechner und Funkhardware erfolgt über eine serielle Schnittstelle und das bekannte KISS-Protokoll (Keep It Simple, Stupid).
MeshCore-KISS-Modem für Entwickler
Das KISS-Modem ermöglicht unter anderem das Senden und Empfangen von MeshCore-Paketen über LoRa. Auch Funkparameter wie Frequenz, Bandbreite, Spreading Factor und Sendeleistung können über den angeschlossenen Host gesteuert werden.
Funktionen wie Routing, Repeating oder Chat bleiben dabei der Software auf dem Computer vorbehalten. Dadurch eignet sich die Lösung insbesondere für Entwickler, die eigene MeshCore-Anwendungen oder Gateways erstellen möchten.
Ein Beispiel ist OpenHop, das ein KISS-Modem als LoRa-Funkhardware verwenden kann. Selbst ungewöhnliche Projekte sind möglich: MeshCore zeigt unter anderem einen Commodore 64, der über seine serielle Schnittstelle mit einem KISS-Modem kommuniziert.
Einfache Integration von LoRa
Die Firmware lässt sich über den MeshCore-Flasher installieren. Die serielle Kommunikation erfolgt standardmäßig mit 115200 Baud, 8N1.
Mit dem KISS-Modem schafft MeshCore damit eine Schnittstelle zwischen LoRa-Funk, MeshCore und eigener Software. Besonders für Gateway-Betreiber und Entwickler eröffnet der neue Modus zusätzliche Möglichkeiten, MeshCore in bestehende oder selbst entwickelte Systeme zu integrieren.